Möglicherweise ist Ihnen in einer Verhandlung schonmal der Gedanke gekommen, dass Sie von Ihrem Gegenüber überhaupt nicht ernst genommen werden. Geschweige denn respektiert. Wäre es tatsächlich so, dann sollte schleunigst jemand anders die Verhandlung übernehmen. Warum?
Nur wer respektiert wird, dem kommt man auch entgegen
1.670 Tage ist es her, dass es einen persönlichen Kontakt zwischen einem deutschen Kanzler und Wladimir Putin gab. Betrachten wir die anderen europäischen Regierungschefs, sieht es ähnlich aus.
Mit Putin, einem Machthaber, der den uneinigen Westen durch taktische, brutale und opportunistische Schläge immer wieder überrascht, gegen alle internationalen Regeln verstößt und Vernichtung bringt, kann und will man nichts zu tun haben.
Schlecht, wenn man aus verhandlungstaktischer Perspektive, nicht aus moralischer Perspektive (!) bedenkt, dass man wenig, bis nichts entgegenzusetzen hat. Noch schlechter, wenn klar ist, dass das Gegenüber über eine Stärke verfügt, die auch unverhohlen genutzt wird.
Trotzdem echovierte sich der Grünen-Abgeordnete im europäischen Parlament Lagodinsky „Das Treffen von Trump und Putin ist ein Skandal und ein Geschenk für Putin, wobei das Vorgehen Trumps enttäuschend und unstrategisch sei.“
Weit gefehlt. Ob wir ihn mögen oder nicht, das Zetern über Trump sollte aufhören, denn er ist US-Präsident und Putins einzig akzeptierter Verhandlungspartner.
Klingelt da etwas? Nur wer respektiert wird, dem kommt man auch entgegen.
Beziehungen herzustellen ist eine Kunst die häufig vernachlässigt wird, weshalb viele Verhandlungen von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind. Beziehen wir das auf den Ukraine-Konflikt, dann dauert „dieses EU und NATO-Scheitern“ nun schon seit über 1.670 Tagen.
Wie geht es weiter?
„Eine Verhandlung im klassischen Sinne ist, wenn Personen beziehungsweise Parteien unterschiedliche Interessen haben und miteinander kommunizieren, um zu einer Einigung zu kommen.“
Durch Donald Trumps Kommunikationsstil und Beziehungsaufbau ist die Situation eingetreten, dass ein Einigungswille auf russischer Seite vorhanden sein könnte. Erstmalig liegt somit die Situation einer Verhandlung vor!
Es sei also geraten, der „Sondierung“ in Anchorage, einer US-Amerikanischen Militärbasis auf der 30.000 Soldaten stationiert sind, seinen Lauf zu lassen.
Gleichzeitig sei der EU gesagt, dass Verhandlungen der Konfliktlösung dienen, bei der eine moralische Überlegenheit nie hilfreich ist, genauso wenig wie das ständige Wiederholen von Positionen.
Um Ihnen sichtbar zu machen, welche Faktoren in einer Verhandlung berücksichtigt werden müssen, um erfolgreich verhandeln zu können, habe ich das MI6 Negotiaid® Modell für den wirtschaftlichen und politischen Kontext entwickelt. Ein Modell, welches aus sechs Zahnrändern besteht, die gerade von Donald Trump und Wladimir Putin genutzt werden.
Und in welchem Zahnrad sind die beiden unterwegs?
Finden Sie es heraus: Hier geht’s zum MI6 Negotiaid® Modell