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Sommerinterview mit Linken-Chor

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„Kack-AfD“ erklingt es vom Spreeufer Richtung Sommerinterview mit Alice Weidel und Moderator Markus Preiß. Es werden die üblichen Fragen gestellt. „Wie wollen sie die Krankenkassenbeiträge senken, wie gehen wir mit dem Klimawandel um, wie schlägt sich die Regierung.“ Dabei macht Alice Weidel genau das, was sie am besten kann. Antworten auf Fragen geben, die nie gestellt wurden. Immer dieselbe Richtung. Immer derselbe Feind. Migration. Flüchtlinge. Alles Menschen, die dieses Land zerstören. Der Faktencheck im Anschluss zeigt, vollkommen überzogene Aussagen, in den allermeisten Fällen.

Irgendwann reicht es selbst dem ARD Studioleiter Markus Preiß. Als dieser die Linken Parolen und damit die schwierigen Interviewverhältnisse gegenüber den Zuschauern entschuldigt, sagt er trocken in die Kamera „Frau Weidel sagt gerne mal, dass sie was nicht verstanden hat.“ Hier geht selbst Weidel ihr sonst immer unzerstörbares Pokerface flöten. 

Wie immer betrachten wir solche Veranstaltungen und Diskussionen nicht politisch und moralgetrieben, sondern aus der Sicht der Verhandlungsführung. Aus dieser Perspektive macht Weidel dabei, nicht nur in diesem Interview, sondern in jeder Rede, fast alles falsch. Sie kritisiert nicht Faktenbasiert und konstruktiv, sie schmeißt Feuer!

Mal angenommen Weidel hätte ein übergeordnetes Ziel mit ihrer Partei. Wäre es, ein Teil der Regierung zu werden? Hierzu bräuchte es die Fähigkeit diplomatisch zu agieren und diplomatische Beziehungen zu pflegen.

Das das Wahlprogramm, das Verhalten und die handelnden Personen eine Zusammenarbeit verhindert, ist keine Frage. Doch abgesehen davon wäre Beziehungspflege von Nöten. Denn nichts anderes ist eine Koalition: Ein komplexes Geflecht aus Zusammenarbeit, Kompromissschließung und gemeinsamem Handeln. Arbeitsgruppen, die miteinander sprechen, Ideen austauschen und letztlich eine gemeinsame Grundlage finden. Den Koalitionsvertrag.

Weidel wird im Interview nach 3 Dingen gefragt, die in Deutschland richtig gut laufen. Nicht einer fällt ihr ein. Dabei entscheiden eben solche Fragen, ob man am Ende alleine am Tisch sitzt, oder auf Augenhöhe mitgestaltet. Schließlich müssen, für ein Verhandlungsergebnis Einigungen erzielt und auch Gemeinsamkeiten gefunden werden. 

Diese liegt im Fall Weidel (zum Glück) in weiter Ferne und ihre diplomatischen Fähigkeiten in Scherben auf dem Boden des ARD Sommerinterviews. 

Diplomatie ist essenziell und sie ist erlernbar, mit uns! 

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